Zeitungsartikel Südkurier Friedrichshafen vom 03.05.2002

„Die Farben und ich – wir mögen uns“

Seit zwei Jahren malt Renate Dullenkopf-Huber – Ab 16. Mai sind ihre Werke in einer Ausstellung in Kippenhausen zu sehen

„Die Farben und ich – wir mögen uns“, meint Renate Dullenkopf-Huber in einem Gespräch. Lachend zeigt die gebürtige Biberacherin auf einige ihrer Werke, die die Wände ihrer Wohnung in Markdorf zieren. Es sind atemberaubende und lebensfrohe Bilder, die ihren Platz brauchen. Sie bestechen durch ihre Größe und durch ihre Farbigkeit. 

Renate Dullenkopf-Huber wählt keine leisen Farben: Das farbenfrohe Aussehen, das sie ihren Bildern gibt, erweckt die Motive zum Leben: Da sind geometrische Formen dabei – Kreise, Quadrate, Rechtecke, Dreiecke und vieles mehr –, aber auch Pflanzen- und Tierbilder oder Kindermotive.

Vor zwei Jahren begann die sympathische Markdorferin mit dem Malen. Nach einer Operation an ihrem linken Arm musste sie nach zehn Jahren mit dem Töpfern aufhören. „Ohne Medikamente habe ich 24 Stunden am Tag Schmerzen“, gesteht sie. Und dennoch verzweifelt sie nicht. Auf Anraten ihrer Tochter begann die gelernte technische Zeichnerin mit dem Malen. 

„Meine Bilder erfordern höchste Konzentration und lenken mich von den Schmerzen ab, auch wenn ich nachts nicht schlafen kann.“ Selbst ganz schmale Linien malt Renate Dullenkopf-Huber mit dem Pinsel. Selten greift sie zu Spachtel oder Schwamm. Die Bilder entstehen gewissermaßen zweimal: „Zuerst male ich mit Bleistift vor, dann kommt die Acrylfarbe drüber.“ Alle Farben mischt sie selbst, bis zu 40 gemischte Farben sind in einem Bild zu finden. Rund 100 Werke entstanden in den beiden Jahren, eines imposanter als das andere. Titel gibt Renate Dullenkopf-Huber ihren Werken keine. „Jeder Betrachter liest etwas anderes raus“, meint sie.

Die angewandten Maltechniken habe sie sich angeeignet, berichtet sie und zeigt auf einen riesigen Bücherstapel. Renate Dullenkopf-Huber möchte an keinen Malkursen teilnehmen. „Die verformen meiner Meinung nach nur die Persönlichkeit“, sagt sie. Wenn sie ein Bild anfange, sehe sie das fertige Produkt bereits vor sich. „In der Regel wird es dann auch so“, betont sie.

Auf Betreiben von Freunden zeigt Renate Dullenkopf-Huber im Mai jetzt 25 ihrer Werke erstmals in einer Ausstellung in der Montfort-Galerie in Kippenhausen. (bab)

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